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Die Evangelische Hoffnungsgemeinde wurde für die in den Jahren 1970-1985 gebauten Wohngebiete für ca. 30.000 Bewohner Neustädter See und Kannenstieg im Norden Magdeburgs im Jahre 1978 gegründet. Sie ging aus der St. Nicolaigemeinde hervor und enstand durch viel Aufbauarbeit der damaligen Pfarrer G. und A. Herbst und A. Schorr. Die Ev. Hoffnungsgemeinde besitzt mit der Hoffnungskirche vielfältige Räumlichkeiten, die als behindertengerechtes Gemeindezentrum genutzt werden.  Die Gemeinde lebt mit offenen Türen zu der sie umgebenden Gesellschaft hin. Sie sieht ihr Lebenszentrum in fantasievoll gestalteten Gottesdiensten. Um dieses Zentrum herum ist ihr die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wichtig. Regelmäßige Kindergottesdienste und Kleinkindergottesdienste, Konfirmandenkreis, Junge Gemeinde gehören zum Angebot für diese Altersgruppe.

 

Wichtig ist weiterhin der Besuchsdienst bei alten Menschen und Kranken. Im Blickpunkt stehen Benachteiligte in unserer Gesellschaft, besonders Migranten. In 1995 wurde ein Migrations- und Ausländertreff, das „Cafe Krähe“ eingerichtet, das nun für den gesamten Evangelischen Kirchenkreis Magdeburg wirkt. Im Café Krähe treffen sich Flüchlinge , sie arbeiten in verschiedenen Projekten (Näh- und Stickarbeiten, Deutschunterricht, Gesundheitsfürsorge usw.) und erhalten vielfältige Unterstützung und Beratung zu ihren Integrationsverfahren.

 

In einem langjährigen Schulprojekt -Education is the Key of Life- wird Kindern in der Süddiözese Njombe (Tanzania) der Besuch einer Sekundarschule und von Kindergärten und der Bau von Schulen und Kindergärten durch Spenden ermöglicht, gemeinsam mit der Evangelischen Grundschule. Interessierte Christen und Nichtchristen treffen sich in Haus- und Gesprächskreisen (z. B. Tee und Thema). Regelmäßig werden Taufkurse und Abende zu Grundlagen des christlichen Glaubens angeboten.

 

Ein breit gefächertes Kulturangebot ergänzt unsere Arbeit. Dafür sprechen ca. 10 Konzerte jährlich, Ausstellungen und das Wirken unseres Kirchenchores und des Gospelchores. Mehrere Selbsthilfegruppen (Anonyme Alkoholiker, Aphasiker usw.) und Familien nutzen unser breites Raumangebot für Treffen oder Familienfeiern.

 

 

 

 

 

Am Rande des Wohngebietes Neustädter See im Norden Magdeburgs wurde am Erntedanktag 1980 der Grundstein für diese moderne Hallenkirche gelegt. Daneben enstanden 3 Reihenhäuser für die kirchlichen Mitarbeiter.

 

Am 24. Mai 1984 wurde das Kirchgebäude geweiht. Der Entwurf stammt von Oberkirchenbaurat Sußmann, das hängende Kruzifix ist ein Werk des Magdeburger Pfarrers Andreas Herbst. 1998 wurde in der Kirche eine Orgel aufgestellt, deren Prospekt einem Ginkgoblatt nachempfunden ist und an welcher der Organist nicht mit dem Rücken sondern mit Blick zur Gemeinde sitzt.

 

Die Hoffnungskirche fällt durch ihre moderne Architektur auf, die von dem zeltartigen Dach bestimmt wird. Auf der 16 Meter hohen Dachspitze steht ein Edelstahl-Kreuz mit zwei kreuzweise angeordneten Querbalken, so dass es aus allen Himmelsrichtungen als Kreuz zu sehen ist. Vor der Kirche steht der hölzerne Glockenturm. Zunächst bis 2013 befanden sich darin zwei Glocken, die aus den im Zweiten Weltkrieg zerborstenen Glocken der Sankt-Petri-Kirche gegossen wurden. Im Jahr 2014 nach Übergabe der zwei Glocken an die Evangelische Christusgemeneinde wurde ein neue Glockenturm eingeweiht mit drei neuen in der Glockengießerei Lauchhammer gegossenen Glocken. Im Innern der Kirche sind Originalsteine zerstörter Kirchen Magdeburgs eingelassen.

 

In der Kirche finden regelmäßig Konzerte statt, die vom Konzertverein der Hoffnungsgemeinde organisiert werden. Künstlerischer Leiter des Konzertvereins ist KMD Michael Scholl. Jährlich findet hier das Benefizkonzert für ein ausländerfreundliches Magdeburg statt, welches traditionell von der Biederitzer Kantorei gestaltet wird.

 

Konzert der Biederitzer Kantorei in der Hoffnungskirche